Curr Oberstufe Deutsch

 

Schulinterner Lehrplan des Lessing-Gymnasiums für die gymnasiale Oberstufe

 

Deutsch

 

 

 

 

 

 

 


Inhalt

1 Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit

2 Schulinterner Lehrplan: Sekundarstufe II

            2.1 Einführungsphase

            2.2 Qualifikationsphase Q1 und Q2

3 Grundsätze zur Leistungsbewertung

3.1 Allgemeines

3.2 Leistungsbewertung in der Sekundarstufe I

3.3 Leistungsbewertung in der Sekundarstufe II

 

4 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

5 Lehr- und Lernmittel

1 Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit

Das Lessing-Gymnasium liegt im Stadtteil Köln-Porz-Zündorf im Süden Kölns auf der rechten Rheinseite auf der Grenze zum Rhein-Sieg-Kreis, aus dem auch viele Schüler und Schülerinnen die Schule besuchen.

Das Gymnasium hat einen Schwerpunkt im bilingualen Profil Englisch und in dem Angebot eines IB-Lehrgangs. Neben dem Regelunterricht finden in der Mittelstufe Aktionen zur Gewaltprävention statt.

Die Schule verfügt über eine breite Medienausstattung in den lehrerbezogenen Unterrichtsräumen, z.T. verfügen die Räume über fest installierte Beamer und Computer mit Internetanschluss, Fernseher und DVD-Player sind Standard; darüber hinaus gibt es ein sog. „Selbstlernzentrum“, in dem 20 Rechnereinheiten für Schüler und Schülerinnen zur Verfügung stehen. Daneben verfügt die Schule zusammen mit der angefügten Haupt- und Realschule über eine Bibliothek für Schüler und Schülerinnen, die von 1,5 Vollzeitfachkräften betreut wird. Für das Gymnasium gibt es ein Büchermagazin, in dem alle notwendigen Fachbücher für die Hand der Schüler und Schülerinnen gelagert sind.

Das Fach Deutsch orientiert sich am Vertretungs- und Hausaufgabenkonzept der Schule: Wenn die personellen Ressourcen eine Vertretung nicht ermöglichen, können die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht im Selbstlernzentrum die gestellten Aufgaben eigenverantwortlich bearbeiten. In der Bibliothek steht weiterführendes Material zur Verfügung.

Methodisch kann im Fach Deutsch auf die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zurückgegriffen werden, die gestützt durch den Methodenlehrplan in der S I aufgebaut wurden und die das eigenverantwortliche Arbeiten weiterentwickeln helfen. Zu Beginn der EF greift ein Projekttag die Methodenschulung oberstufenspezifisch auf und trägt zur Integration der Realschüler bei.

Das Fach Deutsch setzt das Leistungskonzept der Schule um.


2 Schulinterner Lehrplan: Sekundarstufe II

2.1 Einführungsphase

1. Unterrichtsvorhaben

Gelungene und misslungene Kommunikation

Kompetenzen

Inhalt (zur Auswahl)

Überprüfungsformen

Aufgabenarten

Texte –Rezeption

  • Fiktionalitätssignale
  • Erzähltexte

Dramentexte:

Loriot (Dialogischer Text)

Y. Reza

Fokus Darstellung: Zusammenfassung von Texten

III B. Erörterung von Sachtexten mit Bezug auf einen Literarischen Text

Texte – Produktion

  • Protokollieren
  • Schreibprozesse reflektieren

Erzähltexte:

  • Kurzgeschichten
  • Auszüge aus Romanen

Fokus Darstellung:

Darstellung vom zusammenhängenden Texten auf der Basis von vorgegebenem Material

II A. Analyse eines Sachtextes (ggf. mit weiterführendem Schreibauftrag)

Sprache – Rezeption

  • Sprachvarietäten
  • Aktuelle Sprachentwicklung
  • Sprachliche Gestaltungsmittel

Sachtexte: Kommunikationstheorien

Fokus Argumentation:

Argumentation in einer vorstrukturierten Kommunikationssituation.

 

Kommunikation und Produktion

  • Kommunikation gestalten
  • Sich explizit auf andere beziehen
  • Mimik und Gestik, Artikulation funktional einsetzen
  • Gesprächsbeiträge /-verhalten
     

Kommunikation   – Rezeption

  • Kommunikationstheorie/Literatur
  • Kommunikationsmodelle
  • Rhetorik: Beeinflussung
  • Kommunikationsstörung
  • Unterrichtsbeitrage kriteriengeleitet beurteilen
     

Sprache – Produktion

  • Sachverhalte sprachlich angemessen darstellen
   
  • zu literarischen Texten medial gestalten

2. Unterrichtsvorhaben

Individuum und Gesellschaft in dialogischen Texten (und Sachtexten)

Kompetenzen

Inhalt (zur Auswahl)

Überprüfungsformen

Aufgabenarten

Texte –Rezeption

  • lokale/globale Kohärenz
  • Verhältnis von Inhalt, Ausgestaltung und Wirkung
  • historisch-gesellschaftliche Bezüge
  • Drama

Dramentexte:

Dürrenmatt

Y. Reza

Brecht

Kipphardt

Weiß

Fokus Metareflexion:

  • Reflexion über Arbeitsprozesse und methodische Vorgehensweisen auf einer Metaebene
  • Überarbeitung einer eigenen oder fremden Textvorlage

III A : Analyse eines literarischen Textes (ggf. mit weiterführendem Schreibauftrag)

Texte – Produktion

  • gestaltend vortragen
  • textgestaltende Verfahren
  • Analyse durch Textbelege absichern
 

Fokus Gestaltung:

  • gestaltender Vortrag von Texten

III A: Erörterung von Sachtexten

Sprache – Rezeption

  • sprachlich Gestaltungsmittel
  • Wirkung sprachlicher Elemente

Projekt:

Theaterbesuch

   

Kommunikation und Produktion

  • sich explizit auf andere beziehen
     
       

Sprache – Produktion

  • sprechgestaltende Mittel einsetzen
     

Medien – Produktion

  • zu literarischen Texten medial gestalten
  • Feedback zu medialen Aufbereitungen
     

3. Unterrichtsvorhaben

Lyrische Text im epochalen Längsschnitt

Kompetenzen

Inhalt (zur Auswahl)

Überprüfungsformen

Aufgabenarten

Texte –Rezeption

  • Lokale / globale Kohärenz
  • Verhältnis von Inhalt, Ausgestaltung und Wirkung

Lyrik:

Thematischer Querschnitt durch die Epochen, z.B. Natur, Ich-Erfahrung, Exil, Liebe

Fokus Argumentation: Produktionsorientiertes Schreiben in Anbindung an literarische Vorlagen

I B. Vergleichende Analyse literarischer Texte

Texte – Produktion

  • Analyse durch Textbelege absichern (Zitat, Paraphrase, Verweise)
  • Beschreibende, deutende, wertende Aussagen (in Analysen unterscheiden)
  • Textimmanente Ergebnisse und textexterne Infos ( in eigenen Analysetexten unterscheiden)
  • Schreibprozesse reflektieren (Arbeitsschritte bei der Bewältigung eines Schreibauftrages beschreiben und die besonderen Herausforderungen identifizieren)
 

Fokus Analyse:

  • Vergleichende Analyse von Texten/Medienbeiträgen
  • Analyse eines literarischen Textes/einer medialen Gestaltung

I A. Analyse eines Sachtextes (ggf. mit weiterführendem Schreibauftrag)

Sprache – Produktion

  • Sprachliche Darstellung beurteilen und überarbeiten
  • Normgerechte Sprache in Texten prüfen und überarbeiten

Sachtexte: Hintergrundinformationen

Fokus Argumentation:

Argumentation in einer vorstrukturierten Kommunikationssituation.

 

Texte –   Rezeption

  • Lyrik (in themat. Zusammenhang) (in Bezug auf ihre Strukturmerkmale analysieren und deuten)
     

Kommunikation – Produktion

  • Komplexe Beiträge präsentieren (sach- und adressatengerecht)
     
     
  • zu literarischen Texten medial gestalten

4. Unterrichtsvorhaben

Medien und ihr Einfluss auf Sprache und Gesellschaft

Kompetenzen

Inhalt (zur Auswahl)

Überprüfungsformen

Aufgabenarten

Medien–Rezeption

  • Methoden der Infobeschaffung
  • Audiovisuellen und interaktive Vermittlung
  • Internetkommunikation
  • Fernsehen: Sendeformate

Sachtexte / Sprachreflexion:

  • Technischer Fortschritt: Chancen und Gefahren
  • Ökologischer Wandel
  • Sprache im historischen Kontext
  • Sprachwandel

Fokus: Argumentation

Stellungnahme zu einer These oder einem Sachverhalt auch unter Nutzung spezifischer Textsorten

II.B Vergleichende Analyse von Sachtexten

Medien – Produktion

  • Präsentation mit neuen Medien
  • Textverarbeitungsprogramme
  • Feedback zu medialen Aufbereitungen
 

Fokus: Argumentation

Erörterung eines Sachtextes

IV materialgestütztes Verfassen eines Textes mit fachspezifischem Bezug (möglicherweise Zentrale Klausur)

Sprache – Rezeption

  • Sprachebenen unterscheiden
  • Grammatische Formen
  • Wirkung sprachlicher Elemente
 

Fokus Argumentation:

Erörterung einer These oder eines fachbezogenen Sachverhalts.

 

Sprache –   Produktion

  • sprachliche Darstellung beurteilen und überarbeiten
  • Sachverhalte sprachliche angemessen darstellen
  • Normgerechte Sprache in Texten prüfen und überarbeiten
  • Sprechgestaltende Mittel einsetzen
 

Fokus Argumentation:

Argumentation auf der Basis von vorgegebenen Materialien

 

Texte – Rezeption

  • Historisch-gesellschaftliche Bezüge
  • Leseziele ableiten
  • Sachtexte analysieren
 

Fokus Darstellung

Darstellung von Wissensbeständen, Arbeitsergebnissen und Sachzusammenhängen

 

Texte – Produktion

  • Verschieden Textmuster einsetzen
  • Beschreibende, deutende, wertende Aussagen
  • Texte kriterienorientiert bearbeiten
  • Kommunikationssituation, Adressat, Funktion
 

Fokus Darstellung

Bündelung von Arbeitsergebnissen oder Informationen in einer funktional gestalteten Präsentation

 

Kommunikation –Rezeption

  • Unterrichtsbeiträge kriteriengeleitet beurteilen
  • Fachbezogene Gesprächsformen
 

Fokus: Analyse

Analyse eines Sachtextes / Medienbeitrags

 

Kommunikation – Produktion

  • Gesprächsbeiträge, -verhalten
     


2.2 Qualifikationsphase Q1 und Q2

Sprachliche Vielfalt (Grundkurs und Leistungskurs)

Kompetenzen

Inhalt

Überprüfungsformen

Aufgabenarten

Rezeption

  • Funktionen der Sprache für den Menschen
  • Grundlegende Modelle zum ontogenetischen Spracherwerb
  • Veränderungstendenzen der Gegenwartssprache
  • Phänomene der Mehrsprachlichkeit
  • Sprachvarietäten / die Grundzüge unterschiedlicher Erklärungsansätze zu der Beziehung von Sprache, Denken und Wirklichkeit vergleichen
  • Grammatische Formen identifizieren, klassifizieren und deren funktionsgerechte Verwendung prüfen
  • Sprachlich-stilistische Mittel in schriftlichen und mündlichen Texten im Hinblick auf deren Bedeutung für die Textaussage und Wirkung erläutern und kriterienorientiert beurteilen
  • Spracherwerbsmodelle / und Theorien
  • Sprachgeschichtlicher Wandel
  • Sprachvarietäten und deren gesellschaftliche Bedeutung
  • Verhältnis von Sprache, Denken und Wirklichkeit

z.B.

  • Schreibprozesse reflektieren, eigene und fremde Texte überarbeiten und beurteilen
  • Textübergreifende Untersuchungsverfahren anwenden
  • Analyse mit weiterführendem Schreibauftrag

z.B.

  • Aufgabentyp IV
  • Aufgabentyp II b
  • Aufgabentyp II a
  • Aufgabentyp III a

Produktion

  • Sachverhalte adressatengerecht und sprachlich differenziert darstellen
  • Komplexe Sachverhalte in mündlichen Texten unter Rückgriff auf verbale und nonverbale Mittel differenziert und intentionsgerecht darstellen
  • Beiträge unter Verwendung einer angemessenen Fachterminologie formulieren
  • Selbstständig die sprachliche Darstellung in Texten mithilfe von Kriterien beurteilen und überarbeiten
  • Die normgerechte Verwendung von Sprache in Texten prüfen und diese überarbeiten.

Texte in ihrer Vielfalt (Grundkurs und Leistungskurs)

Kompetenzen

Inhalt

Überprüfungsformen

Aufgabenarten

Rezeption

  • Aus anspruchsvollen Aufgabenstellungen angemessene Leseziele ableiten und diese für die Textrezeption nutzen
  • Strukturell unterschiedliche dramatische und erzählerische Texte unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der gattungstypischen Gestaltungsformen analysieren
  • Lyrische Texte aus mindestens zwei unterschiedlichen Epochen / im historischen Längsschnitt unter besonderer Berücksichtigung der Formen des lyrischen Sprechens analysieren
  • Literarische Texte in grundlegende literarhistorische und historisch-gesellschaftliche Entwicklungen – von der Aufklärung bis zum 21. Jahrhundert – einordnen und die Möglichkeit und Grenzen der Zuordnung literarische Werke zu Epochen aufzeigen
  • Die Problematik der analytischen Unterscheidung zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Texten an Beispielen erläutern
  • An ausgewählten Beispielen die Mehrdeutigkeit von Texten sowie die Zeitbedingtheit von Rezeption und Interpretation reflektieren
  • Die Unterschiede zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Texten anhand von Merkmalen erläutern
  • Komplexe kontinuierliche und diskontinuierliche Sachtexte unter besonderer Berücksichtigung der jeweiligen Erscheinungsformen und der unterschiedlichen Modi (argumentativ, deskriptiv, narrativ) analysieren
  • Die Bedeutung des jeweiligen gesellschaftlich-historischen Kontextes von Sachtexten ermitteln
  • Texte unter spezifischen Fragestellungen zu Inhalt, Gestaltungsweise und Wirkung kriteriengeleitet beurteilen
  • Strukturell unterschiedliche Dramen aus unterschiedlichen historischen Kontexten
  • Strukturell unterschiedliche Erzähltexte aus unterschiedlichen historischen Kontexten
  • Lyrische Texte zu einem Themenbereich im historischen Längsschnitt aus unterschiedlichen historischen Kontexten
  • Komplexe, auch längere Sachtexte
  • Poetologische Konzepte

z.B.

  • Textimmanente Ergebnisse gewinnen und textübergreifende Untersuchungsverfahren anwenden
  • Schreibprozesse reflektieren
  • Eigene und fremde Texte beurteilen und überarbeiten

z.B.

  • Aufgabentyp Ia
  • Aufgabentyp I b

Produktion

  • Verschiedene Textmuster bei der Erstellung von komplexen und analysierenden, informierenden argumentierenden Texten (mit zunehmend wissenschaftsorientiertem Standpunkt) zielgerichtet anwenden
  • In ihren Analysetexten Ergebnisse textimmanenter und textübergreifender Untersuchungsverfahren darstellen und in einer eigenen Deutung zusammenführen
  • Ihre Textdeutung / Ihr Textverständnis durch Formen produktionsorientierten Schreibens darstellen
  • Komplexe literarische Texte im Vortrag durch eine ästhetische Gestaltung deuten
  • Komplexe Texte durch einen gestaltenden Vortrag interpretieren
  • Komplexe Sachverhalte in mündlichen Texten (Referat usw.) auch unter Nutzung von Visualisierungen darstellen
  • Komplexe Gesprächsverläufe und Arbeitsergebnisse sachgerecht systematisieren
  • Arbeitsschritte bei der Bewältigung eines Schreibauftrags beschreiben, besondere fachliche Herausforderungen identifizieren und Lösungswege reflektieren
  • Eigene sowie fremde Texte sachbezogen beurteilen und überarbeiten


Kommunikationsstrategien (Grundkurs und Leistungskurs)

Kompetenzen

Inhalt

Überprüfungsformen

Aufgabenarten

Rezeption

  • Den Verlauf fachlich anspruchsvoller Gesprächsformen konzentriert verfolgen
  • Kriteriengeleitet fremde und eigene Unterrichtsbeiträge in unterschiedlichen kommunikativen Kontexten (Fachgespräche, Diskussionen, Feedback zu Präsentationen) beurteilen
  • Den Hintergrund von Kommunikationsstörungen bzw. die Voraussetzungen für gelingende Kommunikation auf einer metakommunikativen Ebene analysieren und mithilfe dieser Erkenntnisse das eigene Gesprächsverhalten reflektieren
  • Sprachliches Handeln (in Alltagssituationen und in seiner Darstellung in literarischen Texten) unter besonderer Berücksichtigung des kommunikativen Kontextes – unter Einbezug von Kommunikationstheoretischen Aspekten – analysieren
  • Verschiedene Strategien der Leser- bzw. Hörerbeeinflussung durch rhetorisch ausgestaltete Kommunikation identifizieren und beurteilen
  • Die Besonderheiten der Autor-Rezipienten-Kommunikation deuten
  • Sprachliches Handeln im kommunikativen Kontext
  • Rhetorisch ausgestaltete Kommunikation in funktionalen Zusammenhängen
  • Autor-Rezipienten-Kommunikation

z.B.

  • Darstellung von zusammenhängenden Texten auf der Basis von vorgegebenen Materialien
  • Argumentation in einer vorstrukturierten Kommunikationssituation
  • Stellungnahme zu einer These oder einem Sachverhalt, auch unter Nutzung verschiedener Textsorten
  • Darstellung von Wissensbeständen, Arbeitsergebnissen und Sachzusammenhängen

z.B.

  • Aufgabentyp II a
  • Aufgabentyp III a

Produktion

  • Sich in eignen Gesprächsbeiträgen explizit und zielführend auf andere beziehen
  • Beiträge in Diskussionen, Fachgesprächen und anderen Kommunikationssituationen (u.a. in Simulationen von Prüfungs- oder Bewerbungsgesprächen) differenziert, sachbezogen und adressatengerecht in verschiedenen Rollen gestalten
  • Selbstständig und adressatengerecht – unter Berücksichtigung fachlicher Differenziertheit und Zuhöreraktivierung – komplexe Beiträge mediengestützt präsentieren
  • Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikationsstrategien identifizieren und zielorientiert einsetzen
  • Gesprächsbeiträge und Gesprächsverhalten kriterienorientiert analysieren und ein konstruktives und wertschätzendes Feedback formulieren

Medien in Theorie und Praxis (Grundkurs und Leistungskurs)

Kompetenzen

Inhalt

Überprüfungsformen

Aufgabenarten

Rezeption

  • Durch Anwendung differenzierter Suchstrategien in verschiedenen Medien Informationen zu fachbezogenen Aufgabenstellungen ermitteln
  • Die Qualität von Informationen aus verschiedenen Quellen bewerten (Grad von Fiktionalität, Seriosität, fachliche Differenziertheit)
  • Die filmische Umsetzung einer Textvorlage in ihrer ästhetischen Gestaltung analysieren und ihre Wirkung auf den Zuschauer unter Einbezug medientheoretischer Ansätze erläutern
  • Die Bühneninszenierung eines dramatischen Textes in ihrer ästhetischen Gestaltung analysieren und ihre Wirkung auf den Zuschauer erläutern
  • Kontroverse Positionen der Medientheorie zum gesellschaftlichen Einfluss medialer Angebote (Film, Fernsehen, Internet) vergleichen und diese vor dem Hintergrund der eigenen Medienerfahrung erörtern
  • Information und Informationsdarbietung in verschiedenen Medien
  • Filmische Umsetzung einer Textvorlage (in Ausschnitten) / filmisches Erzählen
  • Bühneninszenierung eines dramatischen Textes
  • Kontroverse Positionen der Medientheorie

z.B.

  • Analyse einer medialen Gestaltung
  • Analyse eines Medienbeitrags
  • Vergleichende Analyse von Medienbeiträgen

z.B.

  • Aufgabentyp I b
  • Aufgabentyp III a

Produktion

  • Mithilfe geeigneter Medien selbstständig fachlich komplexe Zusammenhänge präsentieren
  • Selbstständig komplexe Arbeitsergebnisse in Form von kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten unter sachgerechter Nutzung von Anwendungssoftware darstellen
  • Die funktionale Verwendung von Medien für die Aufbereitung von Arbeitsergebnissen beurteilen und eigene Präsentationen entsprechend überarbeiten


3 Grundsätze zur Leistungsbewertung im Fach Deutsch

3.1 Allgemeines

Der/die Unterrichtende sorgt für Transparenz hinsichtlich der Bewertungskriterien zu Beginn jeden Halbjahrs. Der individuelle Leistungsstand kann von SuS und Erziehungsberechtigten erfragt werden. Es erfolgt eine regelmäßige Leistungsrückmeldung.

Es gelten die allgemein verbindlichen Vorgaben.

Die Leistungsbewertung basiert auf den gültigen Kernlehrplänen.

Eine rein rechnerische Bildung der Zeugnisnote ist unzulässig; es bleibt ein pädagogischer Spielraum für die Gesamtnote. Für die Bildung der Ganzjahresnote wird die Halbjahresnote in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Es sind grundsätzlich die allgemein verbindlichen Vorgaben in § 48 SchulG, § 6 APO-SI und §§ 13-17 APO-GOSt sowie die fachspezifisch verbindlichen Vorgaben in den gültigen Lehrplänen zu beachten:

· Kernlehrplan Deutsch Sek I (G8) (2007)

· Lehrplan Deutsch Sek II (2014)

 

3.2 Sekundarstufe I

 

1. Kompetenzbereiche

Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die gesamte Breite des Faches. Diese wird in den folgenden Kompetenzbereichen des Kernlehrplans dargelegt:

  1. Sprechen und Zuhören
  2. Schreiben
  3. Lesen – Umgang mit Texten und Medien
  4. Reflexion über Sprache

2. Klassenarbeiten

  • Anzahl und Dauer der Klassenarbeiten werden in den schulinternen Lehrplänen geregelt. Einmal im Schuljahr kann eine Klassenarbeit durch eine andere gleichwertige schriftliche Form der Leistungsüberprüfung ersetzt werden. Die in § 6 Abs. 8 der APO – SI eingeräumte Möglichkeit zum Ersatz einer Klassenarbeit durch eine nicht schriftliche Leistungsüberprüfung gelangt nicht zur Anwendung (vgl. Kernlehrplan Deutsch S. 58).
  • Klassenarbeiten werden in der Regel spätestens eine Woche, bevor sie geschrieben werden, angekündigt. Schwerpunkte der Klassenarbeit werden vom Lehrer genannt.
  • Klassenarbeiten können entsprechende Aufgaben enthalten, ohne dass sie als Schwerpunkt im Vorfeld der Arbeit angegeben worden sind, insbesondere aus dem Kompetenzbereich „Schreiben“.
  • Ein Teil der Aufgaben bezieht sich auf Reproduktion und auf einfachen Transfer und / oder Anwendung von Wissen. Die Arbeit umfasst auch einen Teil, in dem Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie neue und / oder komplexere Sachverhalte bearbeiten können.
  • In Klassenarbeiten können Aufgaben miteinbezogen werden, in denen individuelle Lösungsideen und Kreativität entwickelt werden. Solche Aufgaben werden je nach Ausprägung der Nachvollziehbarkeit bzw. Plausibilität und Vollständigkeit bewertet.
  • Aufgabenstellungen müssen deutlich und gemäß den Aufgabentypen und Operatoren formuliert werden.
  • Bei allen Klassenarbeiten außer bei Diktaten wird der Rechtschreibduden zur Einsicht ausgelegt.
  • Gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit (Rechtschreibung und Zeichensetzung) führen zu einer Absenkung der Note im Umfang von bis zu einer Notenstufe (vgl. Kernlehrplan Deutsch S. 58).
  • Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS) kommen nach Absprache Maßnahmen zum Nachteilsausgleich gemäß dem Runderlass des Kultusministeriums vom 19.7.1991 (BASS 14 – 01 Nr. 1) (vgl. Kernlehrplan Deutsch S. 59).
  • Korrekturhinweise erfolgen nach bekanntem Korrekturschlüssel.
  • Notenfindung: Die Zuordnung von Punkten zur Note zeigt die folgende Tabelle. Dabei ist das Verhältnis von inhaltlicher Leistung und Darstellungsleistung im Verhältnis von 72 Prozent zu 28 Prozent zu werten.

1

2

3

4

5

6

88%-100%

75%-87%

62% – 74%

49% – 61%

20% – 48%

 unter 20%

 

3. Sonstige Leistungen

  • Im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen“ sind alle Leistungen zu werten, die eine Schülerin bzw. ein Schüler im Zusammenhang mit dem Unterricht mit Ausnahme der Klassenarbeiten erbringt. Dazu gehören Beiträge zum Unterrichtsgespräch, die Mitarbeit in Partner- und Gruppenarbeit und in Projekten, die Mitarbeit in Rollenspielen, die Anfertigung von Referaten, in den Unterricht eingebrachte Hausaufgaben, Leistungen bei Präsentationen sowie in Protokollen und in schriftlichen Übungen.
  • Der Bewertungsbereich erfasst die Qualität und die Kontinuität der mündlichen und schriftlichen Beiträge im unterrichtlichen Zusammenhang (vgl. Kernlehrplan Deutsch S. 59).

4. Bilden der Zeugnisnote

  • Gewichtung von Klassenarbeiten und Sonstigen Leistungen im Verhältnis 50 : 50.
  • Eine rein rechnerische Bildung der Zeugnisnote ist unzulässig; es bleibt ein pädagogischer Spielraum (u.a. Berücksichtigung der Gesamtentwicklung der Schülerin bzw. des Schülers im Halb-/Schuljahr).
  •  Die Ergebnisse der Lernstandserhebung in Klasse 8 dürfen nicht zur Notenfindung

herangezogen werden.

  •  Bilden der Jahresnote (Zeugnisnote im Sommer): Die Leistung im ersten Halbjahr

fließt in angemessenem Umfang mit ein.

  1. Leistungsrückmeldungen
  • Bewertungsbogen: Erwartungshorizonte und Bögen zur Selbsteinschätzung
  • Gezielte Förderempfehlungen bei festgestellten Defiziten: Rücksprache mit dem

Förderlehrer

  • Hinweise zur individuellen Lernentwicklung: In Elterngesprächen und Mitteilung des

momentanen Lern- und Leistungsstands nach Bedarf

 

3.3 Sekundarstufe II

 

  1. Kompetenzbereiche

Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die gesamte Breite des Faches. Diese wird in den folgenden Kompetenzbereichen der Richtlinien und Lehrpläne dargelegt:

  1. Sprechen und Schreiben
  2. Umgang mit Texten: Epochen, Gattungen
  3. Reflexion über Sprache
  4. Methoden
  5. Klausuren
  • Anzahl und Dauer der Klausuren werden auf der Grundlage der APO-GOSt schulintern verbindlich geregelt.
  • Klausuren werden zentral angekündigt.
  • Die Aufgabenstellungen werden entsprechend der im Abitur gültigen Operatoren (vgl. Operatorenvorgaben des Schulministeriums) formuliert.
  • Die Klausuren enthalten Aufgabenstellungen, die den drei unterschiedlichen Anforderungsbereichen bzw. Leistungsniveaus zuzuordnen sind:
    • Anforderungsbereich I: Wiedergabe von Kenntnissen
    • Anforderungsbereich II: Anwenden von Kenntnissen
    • Anforderungsbereich III: Problemlösen und Werten
  • Bei allen Klausuren wird der Rechtschreibduden zur Einsicht ausgelegt.
  • EF: Gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit (Rechtschreibung und Zeichensetzung) führen zu einer Absenkung der Note im Umfang von bis zu einer Notenstufe (vgl. Kernlehrplan Deutsch S. 58).
  • Q1 und Q2: Gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit (Rechtschreibung und Zeichensetzung) führen zu einer Absenkung der Note im Umfang von bis zu zwei Notenpunkten (APO-GOSt).
  • Für Schülerinnen und Schüler mit einer besonders schweren Beeinträchtigung des Lesens und Rechtschreibens sind nach Absprache Sonderregelungen gemäß § 13 APO-GOSt möglich.
  • Notenfindung: Die Zuordnung von Punkten zur Note zeigt die folgende Tabelle. Dabei ist das Verhältnis von inhaltlicher Leistung und Darstellungsleistung im Verhältnis von 72 Prozent zu 28 Prozent zu werten.

Note

Punkte

Erreichte Punktezahl

1+

15

100-95

1

14

94-90

1-

13

89-85

2+

12

84-80

2

11

79-75

2-

10

74-70

3+

9

69-65

3

8

64-60

3-

7

59-55

4+

6

54-50

4

5

49-45

4-

4

44-39

5+

3

38-33

5

2

32-27

5-

1

26-20

6

0

19-0

  • Facharbeiten ersetzen eine Klausur in der Q1.
    • Formale Bewertungskriterien aller Fächer werden anhand eines an alle Schülerinnen und Schüler ausgeteilten Handouts im Deutschunterricht besprochen und erläutert.
    • Inhaltliche Absprachen erfolgen mit dem betreuenden Fachlehrer.

3. Sonstige Mitarbeit

  • Im Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ sind alle Leistungen zu werten, die eine Schülerin bzw. ein Schüler im Zusammenhang mit dem Unterricht mit Ausnahme der Klausuren erbringt. Dazu gehören Beiträge zum Unterrichtsgespräch, die Mitarbeit in Partner- und Gruppenarbeit und in Projekten, die Mitarbeit in Rollenspielen, die Anfertigung von Referaten, in den Unterricht eingebrachte Hausaufgaben, Leistungen bei Präsentationen sowie in Protokollen und in schriftlichen Übungen.
  • Die Bewertung der Sonstigen Mitarbeit orientiert sich an dem vereinbarten Raster zur Bewertung der Sonstigen Mitarbeit am Lessing-Gymnasium, das die Maßstäbe der Richtlinien und Lehrpläne berücksichtigt.

4. Bilden der Zeugnisnote

  •  Gewichtung von Klausuren und Sonstiger Mitarbeit im Verhältnis 50 : 50.

5.Leistungsrückmeldungen

 

  • Bewertungsbogen: Erwartungshorizonte und Bögen zur Selbsteinschätzung.
  • Gezielte Förderempfehlungen bei festgestellten Defiziten: Rücksprache mit den

Lehrern der Vertiefungskurse

  • Hinweise zur individuellen Lernentwicklung: In persönlichen Gesprächen und ggfs.

mit den Eltern

4 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

Die Fachkonferenz Deutsch hat die folgenden fachmethodischen und fachdidaktischen Grundsätze beschlossen.

Überfachliche Grundsätze:

1. Geeignete Problemstellungen zeichnen die Ziele des Unterrichts vor und bestimmen die Struktur der Lernprozesse.

2. Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Schüler/innen.

3. Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt.

4. Medien und Arbeitsmittel sind schülernah gewählt.

5. Die Schüler/innen erreichen einen Lernzuwachs.

6. Der Unterricht fördert eine aktive Teilnahme der Schüler/innen.

7. Der Unterricht fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schülern/innen und bietet ihnen Möglichkeiten zu eigenen Lösungen.

8. Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Schüler/innen.

9. Die Schüler/innen erhalten Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt.

10. Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Partner- bzw. Gruppenarbeit.

11. Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Arbeit im Plenum.

12. Die Lernumgebung ist vorbereitet; der Ordnungsrahmen wird eingehalten.

13. Die Lehr- und Lernzeit wird intensiv für Unterrichtszwecke genutzt.

14. Es herrscht ein positives pädagogisches Klima im Unterricht.

5 Lehr- und Lernmittel

Grundlagen:

TTS; Cornelsen-Verlag

Unterrichtsmittel: