Menschen helfen, ihnen das Leben retten und für sie da sein, bis sich im Krankenhaus weiter um sie gekümmert wird.
All das und noch viel mehr sind die alltäglichen Aufgaben der Rettungssanitäter, die ständig unter Bereitschaft stehen, um im Ernstfall sofort bereit zu sein. Die Erfüllung dieses Dienstes erfordert eine hohe Belastbarkeit in stressigen Situationen, die geübt sein muss.
Wir als Schulsanis sind meist mit weniger lebensbedrohlichen Fällen konfrontiert, dennoch wollen wir im Ernstfall aktiv helfen und richtig reagieren können.
Um genau das zu üben und uns mit einer solchen Situation vertraut zu machen, nahmen wir (Sara, Isabella, Sophie) am 30.05.2026, das Lessing-Gymnasium vertretend, am 24. Wettbewerb der Kölner Schulsanitätsdienste teil. Ausgetragen wurde der Wettbewerb im Dreikönigs-Gymnasium in Mühlheim.
An der Schule angekommen, blieb noch Zeit, etwas zu frühstücken und auch die anderen Teams ein wenig kennenzulernen. Anschließend begaben wir uns dann zu unserem ersten Raum, der wie sich herausstellte, eine Pausenstation darstellte, sodass wir uns noch einmal ganz in Ruhe absprechen und innerlich auf das uns Bevorstehende vorbereiten konnten.
Die Konfrontation mit dem ersten Fallbeispiel stellte eine größere Herausforderung dar als erwartet. Doch dies lag nicht bloß an der Hyperventilation des Patienten, sondern vor allem an fehlender Kommunikation innerhalb unseres Teams: Wir haben den Handlungsverlauf nicht ausreichend abgesprochen und untereinander nicht so kommuniziert, dass es wirklich hilfreich gewesen wäre. Besonders gut lief dieser Raum demnach nicht, aber es hat uns geholfen, zu verstehen, wie wir in den gefolgten Situationen agieren mussten, um den Patienten eine noch bessere Betreuung zu bieten.
Beim nächsten Fallbeispiel waren wir dann bereits viel konzentrierter und vor allem ruhiger, sodass wir das, was wir zuvor in der Sani-AG gelernt hatten auch wirklich umsetzen und erfolgreich helfen konnten.
In den darauffolgenden Räumen – insgesamt waren es 18 Stück – wurden wir immer sicherer und als Team deutlich eingespielter. Obwohl wir zu Beginn des Tages noch Respekt vor dem Rufen des Rettungswagen hatten, sahen wir uns plötzlich voller Motivation in Pfützen aus Kunstblut sitzen, um Druckverbände zu legen und reanimieren – also zur Wiederbelebung eine Herzdruckmassage durchführen.
Die verschiedenen Fallbeispiele waren alle total abwechslungsreich und trotzdem extrem spannend und interessant, sodass wir unter anderem einen abgeschnittenen Finger, der natürlich nicht echt war, suchen und die Hand verbinden, einen Asthma- sowie einen Diabetespatienten versorgen und einen Jungen mit Sonnenstich, der folglich bewusstlos geworden ist, in die stabile Seitenlage bringen mussten.
Auch einen Menschen vorm Ersticken retten, war teil eines Raumes, mithilfe des Heimlich-Griffes konnten wir das Gummibärchen aber zum Glück direkt aus der Luftröhre des Patienten rausholen.
All die Fallbeispiele waren natürlich nicht echt, den Patienten ging es nicht wirklich schlecht, sondern sie haben nur so getan. Um es möglichst realistisch wirkend zu halten, wurde mit Kunstblut und Schminke gearbeitet. Bei der Wiederbelebung wurden Puppen verwendet und die erstickende Person hatte eine Art Weste an, mit der eine Simulation einfach möglich war.
Dadurch, dass durch die viele Mühe, die in das Aussehen und das Verhalten der Betroffenen gesteckt worden ist, alles total realistisch wirkte, hat es noch einmal viel mehr Spaß gemacht.
Am Ende erreichten wir den 4. Platz, womit wir sehr zufrieden sind.
Nächstes Jahr wollen wir auf jeden Fall erneut teilnehmen, denn jetzt wissen wir, wie wir in solchen Situationen handeln müssen und können noch gezielter helfen. Durch den Tag ist uns nicht nur bewusst geworden, wie viel mehr man durch gute Kommunikation und ein gutes Zusammenspiel innerhalb eines Teams erreichen kann, sondern auch, mit wie viel Stress und Verantwortung Rettungssanitäter tagtäglich umgehen können müssen.
Geschrieben von den Schulsanis Sophie, Isabella und Sara
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