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Pädagogischer Konsens
Der pädagogische Konsens stellt die grundlegenden Absichten, Ziele und Aufgaben des Lessing-Gymnasiums dar. Er dient als Verständigungsgrundlage, die in die Praxis umgesetzt, konkretisiert und in regelmäßigen Zeiträumen erneut diskutiert werden muss.
Schüler, Lehrer und Eltern des Lessing-Gymnasiums sehen einander als individuelle Persönlichkeiten an und bringen sich die entsprechende Wertschätzung entgegen. Es ist uns bewusst, dass Kinder und Jugendliche nicht nur kognitiv lernen, sondern auch emotional und sozial. Nur wenn alle drei Komponenten berücksichtigt werden, kann das Lernen des Lernens qualitativ gut gelingen. Das Lernen auf sozialem und emotionalem Gebiet wird immer wichtiger, einerseits weil alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens Fähigkeiten zur Teamarbeit und zur Kooperation fordern, andererseits weil es in der zukünftigen Gesellschaft immer schwieriger wird, sich zu orientieren.
Einen angemessenen Platz in der Gesellschaft der Zukunft werden nur leistungsbereite, fachlich gut ausgebildete, teamfähige, eigenverantwortliche und zu sozialem Handeln bereite junge Menschen finden können. Daher bleiben diese Eigenschaften zentrales Bildungs- und Erziehungsziel des Gymnasiums. Jede Schülerin und jeden Schüler in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen, erfordert aber auch, deutliche Grenzen zu setzen, wenn es um Verhaltensweisen geht, die anderen oder der Gemeinschaft der jeweiligen Lerngruppe schaden. Das Lessing-Gymnasium heißt jeden willkommen, der seinen Beitrag zum Lernen leisten, sich selbst qualifizieren und seinen Pflichten als Schüler nachkommen will.
Das Schulprofil des Lessing-Gymnasiums ist durch das Angebot von Fachprofilklassen, bilingualen Klassen und das IB geprägt. Hiermit leisten wir auch einen Beitrag zur internationalen Öffnung. Unsere Schule ist eine Institution mit Schülerinnen und Schülern vielerlei Herkunft. Wir begreifen diese ethnische Vielfalt als besondere Bereicherung unseres kulturellen Lebens. Daher pflegen wir auch zahlreiche Partnerschaften zu in- und ausländischen Schulen.
Besonders wichtig ist es uns, jeder Schülerin und jedem Schüler zu helfen, das eigene Lernpotential optimal zu nutzen. Hauptziel des Gymnasiums ist das Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife. Daher ist vor allem die Sekundarstufe II wissenschaftspropädeutisch orientiert. Wir werden weiter an der Qualität des Unterrichts arbeiten und ihn modernen Erfordernissen anpassen, zum Beispiel durch Schülerorientierung, Handlungsorientierung, Projektorientierung und fächerübergreifendes Arbeiten.
Pädagogisches Konzept der Erprobungsstufe
Früher hieß die Erprobungsstufe einmal Orientierungsstufe. Und darum genau geht es auch erst einmal: Orientierung – neue Räume, neue Menschen, neue Regeln, eine komplexere Arbeitsorganisation, neue Erfahrungen, auch und gerade im sozialen Bereich. Damit möglichst viele Schüler sich positiv entwickeln können, gibt es am Lessing Gymnasium in der Erprobungsstufe seit langem unterstützende Maßnahmen, die den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium erleichtern sollen, gleichzeitig aber die Selbstständigkeit und den eigenen Antrieb der Schüler und Schülerinnen fördern, damit sie ihren Platz in der neuen Schule finden.
2.1.1.1. Sanfter Übergang von der Grundschule zum Gymnasium
Erfahrungsaustausch zwischen Grundschullehrer/innen und Gymnasiallehrer/innen durch Hospitationen und Gespräche in den vierten Klassen der Grundschulen bzw. im fünften Schuljahr des Gymnasiums (Arbeitskreis Porzer Schulen) und bei gemein-samen Erprobungsstufenkonferenzen im Jahrgang 5
detaillierte Information über die Besonderheiten des Lessing-Gymnasiums ( z.B. Lehrerraumprinzip, Bilingualität, Fachprofile, Internationales Abitur) im November: an Einführungsabenden für Eltern und Schüler/innen des vierten Schuljahres und am Tag der offenen Tür mit Probeunterricht und Elterngesprächen beim Lessing-Brunch; außerdem individuelle Beratungsgespräche vor und während der Anmeldung
bei der Klassenzusammensetzung wird berücksichtigt, dass Kinder aus derselben Klasse oder demselben Ortsteil stammen, gewachsene Beziehungen werden nur dann unterbrochen, wenn dies ausdrücklich gewünscht ist, ansonsten bleiben die Kinder mit ihren Freunden aus der Grundschule zusammen und können entsprechende Wünsche äußern
Kennenlernfest vor den Sommerferien: spielerisches Kennenlernen unter Anleitung der Sportlehrer/innen, Vorstellen der Klassenlehrer/innen und der neuen Klassen, erste Kontakte werden geknüpft
intensive Einführungs- und Kennenlernwoche zu Beginn der Klasse 5: gemeinsamer Gottesdienst, Begrüßungsfeier im Forum, Ordinariatsstunden, Tipps zur Ernährung (gesundes Frühstück…), zum Sozial- und Arbeitsverhalten, Lessing-Führerschein, mehrtägige Kennenlernfahrt
2.1.1.2. Ganzheitliches pädagogisches Konzept ( Lernen mit Herz und Kopf )
Bausteine sozialen Lernens mit speziellen Lernprogrammen zur Ich-Stärkung (z.B. Lions-Quest-Programm)
Patensystem von Schüler/innen der Jahrgangsstufe 9: drei bis vier Schüler/innen betreuen die Klasse, z.B. sind sie Ansprechpartner/in in den Pausen, bieten Spielnachmittage und kleinere Ausflüge an und helfen bei Klassenprojekten
Mitarbeit im überregionalen Arbeitskreis Mut gegen Gewalt, Schülersprechstunden angeboten vom Bezirksbeamten ( Herr Hoffmann )
erlebnispädagogische dreitägige Kennenlernfahrt mit den Schwerpunkten Team-fähigkeit und Konfliktbewältigung: unter der Anleitung von zwei Erlebnispädagogen lernen die Kinder viel über Rittertugenden (Freusburg) oder Samuraitugenden (Bad Honnef), damit Klassengemeinschaft und Selbstwertgefühl gestärkt werden
gemeinsame Wandertage angebunden an Unterrichtsinhalte ( z.B. Biologie/Deutsch/ Englisch: Tierbeschreibung – Zooschule Anfang Mai; oder Naturwissenschaften – Odysseum)
Feste in der Erprobungsstufe: Klassenkarneval, Weihnachtsfeier, Lessing-Brunch; Schulgottesdienste
Pausengestaltung (aktive Pausen durch Pausensport oder Leseangebote in der Bibliothek)
Kennenlernen der Streitschlichtung ( Modell Schüler helfen Schülern: ausgebildete Streitschlichter/innen helfen beim Lösen von Konflikten)
gezielte Förderung des Umweltbewusstseins (Lessing-Gymnasium ist Schule der Zukunft) durch das Projekt Sonne für Mali , Klassenreinigungsaktionen im Gebäude und auf den Schulhof und viele Tipps zum eigenen Verhalten der Umwelt gegenüber
Arbeitsgemeinschaften wie z.B. Tastaturtraining (Computer), Tierpflege, Tennis, Golf und andere Sportarten, Unterstufenchor, Bläser-AG, …
2.1.1.3. Einführung in das gymnasiale Lernen ( Eingangstür zum Haus des Lernens )
Einsatz von Lehrer/innen, die in der Arbeit der Erprobungsstufe besonders erfahren und/oder motiviert sind und Klassenlehrer/innen-Teams, die sich besonders intensiv um ihre jeweilige Klasse kümmern
Weiterausbau eines bereits in den meisten Grundschulen angelegten Methodenlernens innerhalb unseres Methodenkonzeptes: Förderung der Methodenkompetenz der Schüler/innen durch das Methodenkonzept des Lessig-Gymnasiums mit curricular verankerten Modulen von der Klasse 5 bis 12 zur Befähigung der Selbststeuerung des eigenen Lernprozesses - dazu gehören schülerzentrierte Arbeitsformen wie Partner-arbeit, Gruppenarbeit, Lernen durch Lehren, Werkstattunterricht, Projektarbeit, Ein-führung in die Bibliotheksarbeit, Selbstlernzentrum, Heranführung an die Arbeit am PC ( Laptopwagen ), fächerübergreifendes Arbeiten, …
behutsame und systematische Vorbereitung auf die Anforderung standardisierter Leistungsmessung durch die Teilnahme an Wettbewerben: Känguru-Wettbewerb (Mathematik), Big Challenge (Englisch)
enge Zusammenarbeit mit Universitäten und neuesten wissenschaftlichen Erkennt-nissen, um Unterricht und Unterrichtsmethoden gezielt zu evaluieren und zu verbessern: Zusammenarbeit mit der Universität Dortmund und Professor Bos im Bereich Unterrichtsentwicklung ( LESSING ist Forschungsschule NRW ), Zusam-menarbeit mit der Universität Köln im Bereich der Begabtenförderung, der Bilingualität und der Entwicklung hausinterner Lehrpläne und exemplarischer Unterrichtsmodule
Schwerpunkt am LESSING ist die verstärkte Einführung der ersten Fremdsprache Englisch (6Wochenstunden), um Bilingualität vorzubereiten
ein weiterer Schwerpunkt ist die individuelle Förderung der Schüler/innen durch das Angebot von Profilklassen im Jahrgang 7: sprachlich-künstlerische Klasse, naturwis-senschaftliche Klasse, bilinguale Klasse und bilingual-naturwissenschaftliche Klasse; um die Stärken der Schüler/innen zu erkennen und später gezielt zu fördern, werden sie während der Erprobungsstufe intensiv beobachtet ( für die genauen Beobachtungs-kriterien vgl. pädagogisches Konzept der Mittelstufe)
Nachmittagsbetreuung ( Angebot von Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und zahl-reicher Arbeitsgemeinschaften, vorwiegend an den Campustagen - außerdem individuelle Förderung von Lernschwächen in den Hauptfächern durch Lehrer/innen und Schülerhelfer/innen nach dem Model Schüler helfen Schülern )
2.1.1.4. Ausführliches Beratungskonzept
Erprobungsstufenkoordinatorinnen ( Frau Jacobs / Frau Jansen ) beraten in Zusammenarbeit mit den Grundschullehrer/innen beim Einstieg in die Erprobungsstufe
Klassenlehrer/innen, Fachlehrer/innen und Erprobungsstufenkoordinatorinnen beraten Schüler/innen und Eltern bei individuellen Lernproblemen und führen intensive Gespräche bei Verstößen im Disziplinarbereich
Sprachenlehrer/innen beraten Schüler/innen und Eltern bei der Wahl der zweiten Fremdsprache ( Informationsabend zu den Sprachen Französisch und Latein durch die Fachvorsitzenden, außerdem Angebote individueller Beratung durch die Klassen-lehrer/innen, die Englischlehrer/innen und die Erprobungsstufenkoordinatorinnen )
Klassenlehrer/innen, Fachlehrer/innen und Erprobungsstufenkoordinatorinnen beraten Schüler/innen und Eltern bei der Fachprofilwahl am Ende der Erprobungsstufe
Zusammenarbeit mit außerschulischen Beratungspartnern : Zentrum für Hochbegabte in Brühl, Schulpsychologischer Dienst, Polizei ( Schulwegsicherung, Unterweisung zur Stärkung der Verkehrssicherheit )
Frau Alshut (Fachmoderatorin für den Bereich der Begabtenförderung) berät bei Schülern und Schülerinnen mit überdurchschnittlichen Leistungen und Hochbegabung in allen Fragen von individueller Förderung
Frau Kollmann berät Eltern und Kinder bei Schwächen in den Bereichen Lesen / Rechtschreibung
Frau van Deest und ihre Streitschlichter/innen beraten Schüler/innen bei Konflikten
Herr Hoffmann ( Schulpolizist ) berät Schüler/innen bei Problemen mit Mobbing und zur Gewaltprävention
Frau Gödel und Frau Müller beraten die Schüler/innen bei allen Fragen zum Bereich Bibliothek und Ausleihverfahren
Herr Ulusan und seine ausgebildeten Schulsanitäter/innen helfen und beraten kranke oder verletzte Schüler/innen
2.1.1.5. Kontinuierliche, sorgfältige Evaluation der Arbeits- und Lernprozesse
Konferenz der Klassenleiter/innen und Erprobungsstufenkoordinatorinnen zu Beginn jedes Halbjahres
Teilnahme an der Langzeitstudie von Lernprozessen der Universität Dortmund
jährliche Evaluation der Beurteilungskriterien für die Empfehlung und Auswahl der Schüler/innen für die vier Fachprofile in der Mittelstufe ( Konferenz der Klassenleiter/innen, der Mittelstufenkoordinatorin Frau Reisbitzen und der Erprobungsstufenkoordinatorinnen )
Pädagogisches Konzept der Mittelstufe
Die Mittelstufe umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 9. Sie vermittelt eine vertiefte allgemeine Grundbildung, die für ein Hochschulstudium notwendig ist, aber ebenso für eine spätere berufliche Ausbildung qualifiziert. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit komplexeren Problemstellungen anleiten und zu abstrahierendem, analysierendem und kritischem Denken führen.
Wir sehen Schülerinnen und Schüler als Individuen mit verschiedenen Neigungen und Begabungsprofilen. Mit dem Ziel einer möglichst individuellen Förderung bieten wir deshalb ab der 7. Klasse unterschiedliche Bildungsgänge in vier Fachprofilklassen an, die mit Abschluss der Klasse 9 zum Erwerb der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe sowie in der Einführungsphase zum Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife) und am Ende der Stufe 12 zum Abitur führen.
Sowohl die Bildung von vier Fachprofilklassen ab Jahrgangsstufe 7 als auch das Angebot von Differenzierungskursen im Wahlpflichtbereich ab Klasse 8 wird intensiv pädagogisch begleitet. Ein ausführliches Beratungskonzept und sorgfältige Evaluation sollen helfen, den für jede Schülerin und jeden Schüler geeigneten Weg zu finden.
2.1.2.1. Differenzierung der Schullaufbahn zu Beginn der Klasse 7 durch Fachprofilklassen
Nach ausführlichen Beratungen der Stufenkoordinatorinnen und Lehrerinnen und Lehrer mit den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern entscheidet die Klassenkonferenz am Ende der Jahrgangsstufe 6 über die Fortsetzung der Schullaufbahn in den Fachprofilklassen:
Fachprofilklasse mit bilingualem Schwerpunkt
Fachprofilklasse mit bilingual - naturwissenschaftlichem Schwerpunkt
Fachprofilklasse mit sprachlich - gesellschafswissenschaftlichen Schwerpunkt
Fachprofilklasse mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt
Die Schülerinnen und Schüler erhalten ergänzenden Unterricht im jeweiligen Profilbereich der Klasse. Durch eine stärkere Homogenität in den Lerngruppen können Schwächen besser ausgeglichen und Stärken gefördert werden.
2.1.2.2 Differenzierung im Wahlpflichtbereich der Jahrgangsstufen 8 und 9
Weitere individuelle Akzente können Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 8 setzen. Neben den Unterricht im Klassenverband tritt jetzt der Wahlpflichtunterricht. Hier bietet das Lessinggymnasium außer einer dritten Fremdsprache (drei Wochenstunden) wahlweise eine Schwerpunktsetzung im naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen oder künstlerischen-kreativen Bereich (je zwei Wochenstunden) an.
Jede Schülerin und jeder Schüler entscheidet sich für eines dieser Angebote.
Im Schuljahr 2010/2011 werden am Lessing-Gymnasium folgende Kurse im Wahlpflichtbereich angeboten:
Jahrgangsstufen 8/9:
Italienisch
Physik / Chemie
Informatik
Geo-Ökologie
Kunst / Medien
Im Wahlpflichtbereich werden pro Halbjahr 2 Klassenarbeiten geschrieben. Eine Klassenarbeit kann durch eine andere Leistungsüberprüfung (Dokumentation, Projektarbeit, Referat usw.) ersetzt werden. Die Fächer dieses Wahlpflichtbereiches gehören zur Fächergruppe II. Die Noten sind versetzungsrelevant.
Die Angebote im Differenzierungsbereich sind in den Klassen 8 und 9 durchgehend zu belegen. Ein Wechsel der auf zwei Jahre angelegten Kurse kann nur in besonderen Ausnahmefällen am Ende des ersten Halbjahres der Klasse 8 mit Genehmigung der Schulleitung erfolgen.
2.1.2.3 Vertieftes Lernen in der Mittelstufe
Schwerpunktsetzung durch die Bildung von Fachprofilklassen (s.o.)
Schwerpunktsetzung durch Kurswahl im Wahlpflichtbereich II (s.o.)
Vertieftes Methodenlernen:
Förderung der Methodenkompetenz durch die Methodenschulung der einzelnen Fächer (die zu vermittelnden Kompetenzen werden in den Fachcurricula für jede Jahrgangsstufe ausgewiesen)
Förderung der Methodenkompetenz im Rahmen eines Methodenprogramms: Obligatorische Vermittlung von fächerübergreifenden Methodenbausteinen in jeder Jahrgansstufe (z.B. Mind Mapping, Visualisierungstechniken, Präsentationstech-niken…)
Systematische Vorbereitung auf standardisierte Leistungsmessungen (Lernstandserhebung in JGS 8, Cambridge Prüfungen PET und FCE, DELF)
Individuelle Förderangebote in den Kernfächern
3-wöchiges Betriebspraktikum in der JGS 9
Sprachenfahrten / Austauschfahrten (Oxford, Cork, Dijon, Toulouse, Sorrent)
Teilnahme an Wettbewerben (Bundeswettbewerb Fremdsprachen, Bundeswettbewerb Mathematik und Informatik, Jugend forscht, Jugend musiziert, Känguru Wettbewerb, The Big Challenge,…)
Teilnahme an außerschulischen Projekten (Bewerbungstraining in Zusammenarbeit mit der Stadtsparkasse KölnBonn und der Barmer Ersatzkasse, Kooperation mit der DLR, Kooperation mit dem KK51, Agenda 21 Klassenprojekt, Mut gegen Gewalt)
Zusammenarbeit mit Universitäten (Köln, Dortmund)
2.1.2.4 Ganzheitliches Lernen in der Mittelstufe
Kennenlernfahrt der neugebildeten Fachprofilklassen in der Jahrgangsstufe 7 mit fachprofilspezifischem Angebot
Gemeinsame Feste wie Lessingbrunch, Karnevalsfeier im Forum, Mittelstufenparty, Schul-gottesdienste
Förderung der Sozialkompetenz durch Schulpatensystem: drei bis vier Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 9 betreuen eine 5. Klasse (in Pausen, bei Klassenprojekten, bei von ihnen organisierten Ausflügen und Spielenachmittagen)
Ausbildung von Sporthelfern, die selbstständig den Pausensport organisieren
Streitschlichtungsmodell: Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe lassen sich zum Streitschlichter ausbilden und helfen bei der Lösung von Konflikten
Schulsanitätsdienst: Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse lassen sich zum Schulsanitäter ausbilden, sie leisten Bereitschaftsdienst, betreuen den Sanitätsraum und bieten kompetente Erste Hilfe bei Verletzungen und Erkrankungen
„Schüler helfen Schülern“ im Rahmen eines Tutorensystems des individuellen Förderunterrichts
Angebot von Schülersprechstunden beim Bezirksbeamten der Polizei, Mitarbeit im überregionalen Arbeitskreis Mut gegen Gewalt
Jungen/Mädchen-Förderung (Coolness-Training in JGS 9, Teilnahme am Girls’Day )
Angebot diverser Arbeitsgemeinschaften (Foto-Story AG, Video AG, Marathontraining, Tischtennis AG, English Reading Club, Orchester, Mittelstufen-Chor, Informatik/Netzwerkbetreuung, Homepagegestaltung, Mali AG, …)
Gezielte Förderung des Umweltbewusstsein: Lessinggymnasium als Schule der Zukunft, Projekt Sonne für Mali
Soziale Projekte, z. B. Unterstützung einer Schule in Mali, Sammelaktionen am Red Nose Day (SV), Aktionen am Welt-Aids-Tag, …
2.1.2.5 Ausführliches Beratungskonzept
Zusammenarbeit der Mittelstufenkoordinatorin mit den Erprobungsstufenkoordinatorinnen und den Klassenleitungen bei der Bildung der Fachprofilklassen ab Klasse 7
Mittelstufenkoordinatorin und Fachlehrerinnen und Fachlehrer beraten Schülerinnen, Schüler und Eltern bei der Wahl der Kurse im Wahlpflichtbereich II für die Jahrgangsstufe 8 (Informationsabend sowie Angebote individueller Beratung)
Beratung von Schülerinnen, Schüler und Eltern bei individuellen Lernproblemen
Intensive Gespräche und Konferenzen bei Verstößen im Disziplinarbereich
Enge Kooperation mit den Realschulen des Porzer Raumes in Fragen des Schulformwechsels
Beratung zu Schulabschlüssen in den Jahrgangsstufen 9 und der Einführungsphase
Betreuung des dreiwöchigen Betriebspraktikums in Klasse 9
Zusammenarbeit mit außerschulischen Beratungspartnern: Zentrum für Hochbegabte in Brühl, Schulpsychologischer Dienst, Polizei, ASD
Beratung bei Schülerinnen und Schülern mit überdurchschnittlichen Leistungen und Hochbegabung in allen Fragen von individueller Förderung ( Drehtür- und Springermodelle, Möglichkeit der Förderung durch Stipendien, …)
Herr Hoffmann (Bezirksbeamter der Polizei ) berät Schülerinnen und Schüler bei Problemen mit Mobbing und zur Gewaltprävention
Frau Gödel und Frau Müller beraten die Schülerinnen und Schüler bei allen Fragen zum Bereich Leseförderung, Bibliothek und Ausleihverfahren
2.1.2.6 Kontinuierliche, sorgfältige Evaluation der Arbeits- und Lernprozesse
Ausführliche Evaluation der Ergebnisse der Lernstandserhebung in Klasse 8
Jährliche Überprüfung und Weiterentwicklung der schulinternen Fachcurricula
Fächerübergreifende Konferenzen und informelle Initiativen der Vernetzung
Teilnahme an der Langzeitstudie von Lernprozessen der Universität Dortmund (PARS)
Externe Evaluation durch die Teilnahme an Wettbewerben und Zertifikatsprüfungen ( DELF, PET, FCE,… )
Bilinguale Erziehung
Das Lessing-Gymnasium ist eine Schule mit bilingualem Zweig Englisch, der Schülerinnen und Schülern durch ein erweitertes Unterrichtsangebot die Fähigkeit vermittelt, die englische Sprache in vielfältigen Situationen anwenden zu können.
Gerade in Zeiten, in denen Politik, Wirtschaft und Kultur eine europäische Einheit anstreben und eine allgemeine gesellschaftliche Orientierung auch an das Ausland zu beobachten ist, sind fundierte Fremdsprachenkenntnisse besonders für die junge Generation unabdingbar. Bilinguale Bildungsgänge sind hierbei in besonderer Weise geeignet, junge Menschen auf die ständig steigenden Anforderungen der Gegenwart und Zukunft vorzubereiten, da sie sich zum Ziel setzen, Schülerinnen und Schüler in einer Fremdsprache so intensiv zu fördern, dass sie eine "annähernde Zweisprachigkeit" erreichen.
Mit dem bilingualen Bildungsgang erwerben sie weit mehr als ein Medium zur Bewältigung von Situationen der Alltagskommunikation, sondern die Fähigkeit, auch komplexe Sachverhalte aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik mündlich wie schriftlich fast genauso sicher und geläufig zu erörtern wie in ihrer Muttersprache.
Allein die Tatsache, dass in unserer Zeit der sichere Umgang mit der englischen Sprache in vielen Wissensgebieten vorausgesetzt wird und dass die internationale wissenschaftliche, technische und kulturelle Kommunikation fast ausschließlich in Englisch geführt wird, macht deutlich: Wer im späteren Berufsleben erfolgreich sein will, muss mehr als einfach nur Englischkenntnisse mitbringen. Notwendig ist die Beherrschung der englischen Sprache.
„Bilingualität“ des Unterrichts bedeutet nicht, dass der Unterricht in zwei Sprachen abgehalten wird, sondern bezeichnet einen Sachfachunterricht, der weitgehend in englischer Sprache erteilt wird.
In den Stufen 5 und 6 erhalten alle Schülerinnen und Schüler durch zwei zusätzliche Englischstunden einen intensiveren Sprachunterricht. Der eigentliche bilinguale Sachunterricht beginnt für unsere Schülerinnen und Schüler mit den bilingualen Sachfächern Biologie und Erdkunde ab Klasse 7. In den Klassen 8 – 10 werden dann zusätzlich Geschichte und Politik in englischer Sprache unterrichtet.
Die Fachterminologie der jeweiligen Sachfächer wird dabei sowohl in der Muttersprache als auch in der englischen Sprache vermittelt. Der bilinguale Zweig ist in seinen Zielen, Inhalten, Methoden an die für die Sachfächer und das Fach Englisch geltenden Richtlinien gebunden.
Im Vergleich zur regulären Stundentafel ergeben sich folgende Veränderungen:
Klassen-
stufe
Englisch-
unterricht
(Wochenstunden)
Bilinguale
Sachfächer
(Wochenstunden)
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Klassen-
stufe
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Englisch-
unterricht
(Wochenstunden)
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Bilinguale
Sachfächer
(Wochenstunden) |
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5
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6
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| 6 |
6 |
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| 7 |
4 |
Bi: 3 + Ek: 3
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| 8 |
4
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Ek: 2 + Bi: 2 + Pk: 3 + Ge: 2
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| 9 |
3
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Ek: 2 + Bi: 2 |
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| EFP |
3 |
Sw: 3 + Ge: 3
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Q1
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5 (LK)
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mindestens 1 Sachfach
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Q2
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5 (LK) |
mindestens 1 Sachfach
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Ek = Erdkunde
Pk = Politik
Ge = Geschichte
Bi = Biologie
Sw = Sozialwissenschaften
Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe erhalten den Vermerk, den bilingualen Bildungsgang erfolgreich durchlaufen zu haben, wenn sie neben der Erfüllung ihrer sonstigen Pflichtbedingungen den Englisch-Leistungskurs und ein in englischer Sprache unterrichtetes Sachfach auch in der Abiturprüfung erfolgreich abgeschlossen haben. Mit Hilfe eines weiteren Auslandsaufenthaltes im Rahmen der Studienfahrten wird die Begegnung mit der nun gar nicht mehr „fremden“ Sprache und ihrer Kultur vertieft.
Zusätzlich werden die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zweiges auf spezielle Sprachtests vorbereitet, welche den Zugang zum Studium an ausländischen, vor allem amerikanischen Universitäten ermöglichen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass auch zunehmend deutsche Universitäten bilinguale Studienzweige anbieten, für deren Aufnahme sehr gute englische Sprachkenntnisse vorausgesetzt werden.
2.3 Fächerverbindender Unterricht
Es lassen sich verschiedene Formen des fächerverbindenden Unterrichts unterscheiden. Viele dieser Möglichkeiten sind bereits erprobt worden, davon haben sich am Lessing-Gymnasium etliche Formen des fächerverbindenden Unterrichts bewährt. Folgende können als institutionalisiert gelten:
Fachverknüpfender Unterricht in der Sekundarstufe I im Klassenrahmen: Lehrerinnen bzw. Lehrer aus zwei oder mehr Fächern sprechen ihren Unterricht zu einem bestimmten Thema ab
Fächerüberschreitende Differenzierungskurse in den Jahrgangsstufen 8/9: Kombinationen aus den Fächern Biologie/Erdkunde, Chemie/Physik, Kunst/Medien werden im zeitlichen Wechsel angeboten.
Fächerergänzende Arbeitsgemeinschaften: Hier werden, zum Teil jahrgangsstufenübergreifend, Arbeitsgemeinschaften wie zum Beispiel „Video“ und „Theater“ angeboten (s. Kapitel 3.5).
2.4 Neue Unterrichtsmethoden – Lernen des Lernens
Am Lessing-Gymnasium besteht Einverständnis darüber, dass es im guten Unterricht nicht um „Inhalt oder Methode“, sondern um „Inhalt und Methode“ geht. Inhaltliches Lernen geschieht auch durch Aneignung von methodischer Kompetenz.
Wenn wir unseren Schülerinnen und Schülern Qualifikationen vermitteln wollen, mit denen sie in unserer Gesellschaft mit ihren sich ständig wandelnden Anforderungen bestehen können, dann gehört mehr denn je auch die Methodenkompetenz dazu. Ihre Vermittlung soll den Schülerinnen und Schülern dabei helfen, das Lernen an sich schneller zu lernen sowie das Gelernte effizienter anzuwenden. Hierzu dienen gerade auch die „neuen“ Unterrichtsmethoden, die verstärkt auf die Eigentätigkeit der Lernenden abzielen.
Wenn die Lehrerinnen und Lehrer des Lessing-Gymnasiums vermehrt dazu übergehen, neue Unterrichtsverfahren einzusetzen, so heißt das nicht, dass sie herkömmliche Verfahren ablehnen. Der Lehrervortrag ist nicht per se eine verstaubte Methode und die Gruppenarbeit ist nicht per se eine wertvolle Methode. So unterschiedlich die Ziele sind, die wir erreichen wollen, so unterschiedlich sind auch die geeigneten Wege, die dorthin führen.
Eine systematische Methodenschulung für alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I soll am Lessing-Gymnasium durch ein im Schuljahr 2004/05 verbindlich eingeführtes Schulungsprogramm gesichert werden.
Einblick in die Lehrpläne des Lessing erhalten sie hier.
Zu den Lehrplänen
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